Eine Nachricht die mich diese Woche wirklich getroffen hat, war die vom Tode Dennis Ritchies. Als ich Mitte der 90er mein Informatikstudium begann und mich erstmals ernsthaft mit C beschäftigte, war “K&R C” eins der wichtigsten Bücher für mich. Auch später, bei meinen ersten Spielereien mit Linux und BSD und der Beschäftigung mit den Lebensläufen dieser Systeme, lief mir der Name Dennis Ritchie mehr als einmal über den Weg. Das Trio Ritchie, Thompson und Kernighan war für mich immer der Inbegriff von Unix, all dessen, worauf meine Arbeit und viele meiner privaten Aktivitäten basierten.
jared@darkstar hat das in einem kurzen Artikel sehr schön zusammengefasst: Egal was Du benutzt, sei es nun Twitter, Facebook, G+, sei es der Einkauf oder Amazon oder eine Flugbuchung, ja selbst dieses Blog, es ist immer ein bisschen Dennis Ritchie drin. All das was wir heut so banal als das Internet benutzen, basiert immer auch auf der Arbeit von denen, die da Ende der 60er und in den 70er-Jahren Pionierarbeit geleistet haben. Wann auch immer wir jemandem danken wollen für die Möglichkeiten, die uns heute gegeben werden, für die Werkzeuge, die uns heute zur Verfügung stehen um unsere Meinung zu sagen, ohne auf “Meinungsverteiler” in Form von Verlagen angewiesen zu sein, wir sollten die Nerds nicht vergessen, die uns vor 40 Jahren den Weg bereitet haben. Während Leute wie Steve Jobs uns Gadgets geliefert haben und Bill Gates einen Markt für Software, haben andere uns Systeme gegeben, die Basis für unsere Aktivitäten. Alles andere wäre unmöglich gewesen ohne die Arbeit, die da auch von Dennis Ritchie geleistet wurde. Darum einen kurzen Moment des Gedenkens an einen grossen Hacker.
Rest in peace, Dennis Ritchie.